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Wachstumsmarkt: Schiffbau in Griechenland

01.10.2019

Die für Griechenland so wichtige maritime Wirtschaft steht vor einem Wandel. Ihn sinnvoll zu gestalten, verspricht unter anderem die Anwendung deutscher Produkte und Dienstleistungen. Lean Maritime war vom 25. bis 27. September 2019 als Teil einer Wirtschaftsdelegation vor Ort.

Griechische Schiffseigentümer führen den Weltmarkt unerschütterlich an. Der Schiffbau prägt die Wirtschaft Griechenlands seit Jahrtausenden. „Über einem Fünftel der weltweit verschifften Massengüter weht die griechische Flagge“, sagt Holger Segler, Partner der Lean Maritime GmbH. Auch fast ein Drittel aller Tanker befindet sich in griechischer Hand.
Dieser Status lässt sich ausbauen. Der Bedarf ist gegeben, die Nachfrage nach Bau und Reparatur von Schiffen wächst in Griechenland kontinuierlich. Jedoch setzt dieses Vorhaben erhebliche Innovationen voraus, denn zugleich erfordern internationale Auflagen und globale Interessen neue Technologien. Die griechischen Werften stehen bis heute in handwerklicher Tradition. Viele von ihnen sind bereits auf Jahre ausgebucht. Ein schlanker Ansatz im Produktionsablauf könnte dazu beitragen, den neuen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und gleichzeitig dem steigenden Bedarf nachzukommen.

Holger Segler referiert in Piräus/Athen über neue Technologien und effizienten Schiffbau. Foto: Lean Maritime

 

Wie genau Durchlaufzeiten mithilfe von Lean-Methoden kostenoptimal und unter Beachtung der gegebenen Qualitätskriterien verkürzt werden können, referierte Holger Segler Ende September auf der Leistungsschau „Maritime Wirtschaft Griechenland“ in Piräus.
Ziel der Leistungsschau war es, deutsche und griechische Unternehmen der maritimen Wirtschaft zueinander zu bringen, damit sie die jeweiligen Vorteile ihres Landes und ihres Know-hows gemeinsam nutzen können. Im Rahmen des Fachsymposiums stellten 14 deutsche Teilnehmer Ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote vor. „Griechenland ist in der maritimen Branche ein wichtiger Wachstumsmarkt“, sagt Holger Segler. „Wenn sich, wie in diesem Fall, ein gutes Team zusammenfindet, können viele Unternehmen von einer deutsch-griechischen Kooperation profitieren.“
Organisiert wurde die Leistungsschau vom 25. bis 27. September 2019 von der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer. Ebenfalls vor Ort waren unter anderem das Unternehmen EAS, das Hochleistungsbatterien produziert, und die Neptun Werft. Die Leistungsschau wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, persönlich vertreten durch Ariane Kiesow.


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